Sauerstoffuhr

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Die Sauerstoffuhr dient dazu, das Sauerstofflevel im Körper zu überwachen, um den kritischen Wert, bei dem das Risiko eine ZNS-Sauerstoffvergiftung zu erleiden rapide ansteigt, nicht zu erreichen.

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Das Risiko, eine ZNS-Sauerstoffvergiftung zu erleiden, hängt vom Sauerstoffpartialdruck und zudem von der Einwirkzeit ab. Die maximal tolerierbare Sauerstoffeinwirkzeit ist abhängig vom Sauerstoffpartialdruck kann mit dem Nitrox-Tauchgangsplaner bestimmt werden. Dieser Wert gilt sowohl für einen einzelnen Tauchgang, als auch als Tagesmaximum, und darf in beiden Fällen nicht überschritten werden. Durch diesen Wert wird deine Grundzeit – zusätzlich zur Nullzeit, die nicht überschritten werden sollte – begrenzt, wenn du die MOD deines Nitrox-Gemisches voll ausnutzt. Wenn du einen maximalen Sauerstoffpartialdruck von 1,4 bar zulässt, beträgt die maximale Sauerstoffeinwirkzeit 154 Minuten.

Die Tauchzeiten innerhalb von 24 Stunden müssen aufsummiert werden und es muss – ähnlich wie bei der Dekompressionsberechnung – auch die Entsättigung während der Oberflächenpausen berücksichtigt werden. Möchte man hier eine genaue Berechnung anstellen, trägt jede Minute unter Wasser und an der Oberfläche zu einem gewissen Prozentsatz zu der sog. Sauerstoffuhr bei, die in Summe nie 100% erreichen darf. Ein Tauchcomputer weist den aktuellen Stand der Sauerstoffuhr meist als CNS-O2-% aus.